Geburtsbericht Alissa   

geboren am 30.12.2010, 3.660g, 51cm

Es war meine erste Schwangerschaft und ich war - wie viele werdende Mütter - beängstigt, was die Geburt anging. Zum Glück habe ich über den Geburtsvorbereitungskurs von der Steffi und HypnoBirthing erfahren.
Als ich von der Idee an einem HypnoBirthing-Kurs teilzunehmen meinem Mann erzählte, war er alles andere als begeistert. Allein der Begriff Hypnose hat ihn sehr skeptisch gemacht. Da er aber alles unterstützte, womit ich mich besser fühlte, hat er dann doch zugestimmt.
Nachdem er die Steffi kennenlernte, erkannte er, dass Hypnose eher mit Tiefenentspannung zu vergleichen ist und nichts mit dem Fernseh-Hokuspokus zu tun hat.
Der Kurs zeigte uns, dass die Geburt etwas Natürliches ist und wandelte meine Angst in Vorfreude und Gelassenheit.

Angefangen hat alles bereits am Vortag der Geburt, am 29.12.2010. 
Nachmittags habe ich die ersten leichten Wellen gespürt. Ich dachte mir noch, wenn es in der Intensität bleibt, wird die Geburt ein Kinderspiel. 
Nach der Rücksprache mit der Hebamme, sollte ich erst ein Bad nehmen, um zu testen, ob es echte Wellen sind. Aber sie sind schwächer geworden und sind dann ganz verschwunden.
Abends gegen 21 Uhr setzten die Wellen wieder ein und sind mit der Zeit immer mehr geworden.
Am 30.12.2010 gegen 2 Uhr nachts habe ich dann die Hebamme und Steffi alarmiert, dass es losgeht. 
Bereits zu Hause und bei der Fahrt ins Klinikum hörte ich mir immer wieder die HB-CD an und konnte mich damit sehr gut entspannen. Gegen 3:30 Uhr sind wir im Klinikum angekommen und richteten uns im Wehenzimmer ein und blieben dort eine Weile.
Um mich besser zu entspannen, sind wir in die Geburtswanne. Ich habe mich sehr gewundert, als ich merkte, dass bereits zwei Stunden verflogen sind.
Die Eröffnung ging sehr langsam voran und wir mussten auf jeden Zentimeter lange warten.
Da ich mich recht gut fühlte, ging die Steffi gegen Mittag etwas Einkaufen.
Ihre Abwesenheit kriegte ich leider sehr schnell zu spüren, so dass wir sie kurze Zeit später doch 
zurückholen mussten. Sie hat mich mit Zureden und Massage erneut beruhigen und entspannen können. Wieder gut gelaunt haben wir die Zeit bis Nachmittag verbracht.
Dann wurden die Wellen stärken und wir entschieden uns zum zweiten mal in die Wanne zu gehen.
Dort waren wir ca. zwei Stunden, aber die liegende Position hat mir zu schaffen gemacht und meine 
Kräfte gingen langsam zu Ende. Abends musste ich doch die PDA verlangen, aber auch damit hat sich der Muttermund sehr langsam geöffnet. Mit dem Nachlassen der Wirkung der PDA, war Steffi mehr gefragt denn je. Sie hat mich beruhigt und als es ganz schlimm wurde in eine Blitzhypnose versetzt. 
Ich war praktisch für ein paar Minuten komplett wie im Tiefschlaf, um die Zeit, bis der Anästhesist kam, zu überbrücken. Da die Geburt mittlerweile mehr als 24 Stunden andauerte und die Herztöne des Kindes schlechter wurden, musste ich schließlich doch schnell mit dem Pressen anfangen, bis meine süße Maus um 22:55 Uhr auf die Welt kam.
Alles in allem kann ich nur sagen, dass ich ca. 20 Stunden mit HypnoBirthing Entspannung und Steffis Hilfe gut ohne Schmerzmittel zurechtgekommen bin. Aber irgendwann hat einfach die Kraft nachgelassen. 
Das nächste Kind kommt sicher wieder mit Hilfe von HypnoBirthing und Steffi auf die Welt.
Dann soll es angeblich auch schneller gehen ;-) 

Vielen Dank und liebe Grüße,
Olga, Eugen und Alissa.