Geburtsbericht Amaya

geboren am 28.12.2011, 3.590g und 54cm


Hallo Steffi,

Nach dem Hypnobirthing-Wochenendkurs bei Dir habe ich meine Wünsche bezüglich der Geburt und das Thema Hypnobirthing vorab mit den Hebammen und auch mit dem Arzt in unserem Wunschkrankenhaus durchgesprochen. Da bereits unser Sohn im Markt-Krankenhaus Werneck auf die Welt kam und wir mit der Betreuung dort sehr zufrieden waren, war für uns klar, dass wir wieder dorthin gehen würden. So hat man dort u. a. eine 1:1 Betreuung, d.h. eine Hebamme ist wirklich nur für 1 Paar da und muss nicht mehrere Gebärende gleichzeitig betreuen. Der Begriff Hypnobirthing war zwar teils neu, aber viele Hypnobirthing-Aspekte werden dort schon gelebt.

Nachdem ich am Morgen um 4:00 Uhr einen Blasensprung, aber noch keine Wehen hatte, haben wir noch einige Stunden und Wehen abgewartet, bis wir ins Krankenhaus gefahren sind. Ab 8:45 Uhr hatte ich dann ziemlich plötzlich richtige Wehen (alle 2-3 Minuten), im Krankenhaus waren wir um 9:30 Uhr und nach einer traumhaften Geburt kam Amaya um 12:25 Uhr in der Wanne zur Welt. Sie war 3.590 g schwer und 54 cm groß. Nachdem ich bei der Geburt unseres Sohnes erhebliche Verletzungen (Dammriss 3. Grades) davongetragen habe, ist diesmal alles heil geblieben. Es ist einfach wunderbar, nach einer nicht einfachen 1. Entbindung dann so eine Geburt zu erleben und ein Wochenbett ohne Dammriss/-schnitt zu verbringen. Ich war auch sehr schnell wieder auf den Beinen, einfach erstaunlich.

Ich hatte die CD mit der Entspannungsmusik („Comfort Zone“ von Steven Halpern) und meinen Entbindungsduft dabei, den ich schon während der täglichen Übungen immer in meiner Duftlampe hatte. Mein Mann hat die geübten Techniken angewandt bzw. die Affirmationen von Deinem Handblatt "rezitiert" und das hat toll funktioniert. Ich war ganz ruhig, habe geatmet wie vorher geübt und mir immer wieder die Bilder (Luftballon, Satinbänder, sich öffnende Blüte, usw) vor Augen geholt. Wenn ich aus der Entspannung gekommen bin, haben mir die Affirmationen meines Mannes geholfen, wieder in die Entspannung zu finden. Durch den Wechsel der Atmung wusste mein Mann, wann ich eine Welle hatte bzw. wann Wellenpausen waren und welche Affirmationen angebracht waren. Den Wechsel von der Eröffnungsphase in die eigentliche Geburtsphase habe ich ihm mitgeteilt. Die Geburtsphase war dann intensiver als die Eröffnungsphase aber auch hier habe ich die Wellen als erträglich empfunden. Da ich merkte, dass mein Atem durch die Intensität etwas holprig wurde, habe ich das Ausatmen mit einem Ton unterlegt, das hat mir geholfen. Anfangs versuchte ich, das Kind nur „herunterzuatmen“, aber das hat uns nicht wirklich weitergebracht, ich musste schon leicht mitschieben. Als Amaya dann auf die Welt kam, war sie ganz ruhig und zufrieden. Die Geburt war für sie wohl so stressfrei wie für mich.

Insgesamt würde ich die Geburt nicht als schmerzfrei bezeichnen, aber die Wellen waren durch die Entspannungs- und Atemtechniken, durch die Zeitverzerrung und die positive Grundhaltung sehr gut auszuhalten. Allgemein war die Unterstützung der Hebammen und Ärzte vor Ort toll. Wir sind mehr als zufrieden!! Unsere Hebamme hat sich ganz zurückgehalten und uns machen lassen, erst gegen Ende hat sie das Kind in Empfang genommen. Insgesamt hat Amayas Hypnobirthing-Geburt ein schönes Echo gefunden. Die Geburt war ein Traum und wir möchten uns an dieser Stelle bei Dir bedanken, dass diese Erfahrung für uns möglich wurde.

Liebe Grüsse

Cordula und Holger