Geburtsbericht Elias   

geboren am 16.05.2010, 3.245g, 50cm
  

Liebe Steffi,
  Ich würde immer wieder einen Kurs bei dir machen und ich höre auch jetzt noch täglich,
  wenn der Kleine schläft die Regenbogenentspannung, um abzuschalten und zur Ruhe zu kommen.
  Vielen Dank für diese wundervolle Erfahrung!
Liebe Grüße, Bianca + Stefan + Elias


Unsere Geburt

Ich hatte schon ab der 30. SSW Senkwehen und die ganze Woche vom 08.05.-14.05.10 immer mal wieder stundenweise ein Ziehen im Bauch und dann war es plötzlich wieder weg. Habe mir aber nichts weiter dabei gedacht, weil ich keine Schmerzen währenddessen hatte. Am Freitag, den 14.05.10 gegen 23:00 Uhr wurden die Wellen dann stärker. Gegen 1:00 Uhr sind wir zu Bett gegangen und ich hab mir mal wieder die HB-CD eingelegt, mit der ich auch toll entspannen konnte. Da ich allerdings nicht einschlafen konnte, weil keine Position angenehm war, habe ich mir um 5:00 Uhr ein Bad eingelassen und bin mit meinem CD-Player in die Badewanne. Stefan blieb im Bett und hat weitergeschlafen. Die Wellen waren weg, aber schlafen konnte ich immer noch nicht.
Um 7:00 Uhr bin ich aus der Wanne raus und hab erstmal Frühstück gemacht, welches ich dann doch nicht essen wollte und bin dann auf die Couch, wo ich weiter an meinen Atemübungen gearbeitet habe. Gegen 13:00 Uhr wurden die Wellen zunehmend stärker und ich hab mich zuhause nicht mehr wohl gefühlt, weswegen ich meine Kliniktasche fertigpackte und dann ab ins Krankenhaus. Stefan war total nervös und ich die Ruhe selbst.
Im Krankenhaus angekommen, erstmal ans CTG, keine Wehentätigkeit und Muttermund nur bei 1 cm. Also, 1 Stunde spazierengehen und nochmal von vorne. Die Hebamme wollte mir dann Zäpfchen geben und mich nach Hause schicken, aber als ich bzw. Stefan meine Hose hochziehen wollte, lief mir plötzlich Blut die Beine runter und große Alarmbereitschaft brach aus. Wieder hinlegen, CTG, Muttermund kontrollieren, zur Beobachtung in den Kreissaal. Und da lag ich dann und spazierte durchs Zimmer. Zwischenzeitig kam noch eine sehr gute Freundin (Franzi), die mir vorlies, die Stirn streichelte und die Lendenwirbel massierte. Die beiden haben sich gut abgewechselt und in ihren Pausen versucht zu schlafen. Gegen 0:00 Uhr wollte ich dann etwas gegen Schmerzen, damit ICH mal ein bisschen schlafen kann. Hatte ja quasi seit 2 Tagen nicht mehr geschlafen. Die Hebamme kam mit 4 Zäpfchen und nach 30 Minuten bekam ich Wehen, wo ich am liebsten geschrien hätte. Ich konnte die Schmerzen kaum ertragen und wollte wieder in die Wanne. In der Wanne angekommen, die HB-CD in Dauerwiederholung abwechselnd eingelegt und alles war wieder gut. Keine Schmerzen, Ruhe, entspannt. Stefan und Franzi links und rechts neben mir am Rand und immer kurz vorm einnicken. Als im Kreissaal neben mir eine Frau, wie am Spieß zu schreien anfing. Da bekam ich Angst!!! Meine Hebamme rufen lassen, Muttermund erst bei 5 cm. Ich sagte, ich komm erst aus der Wanne raus, wenn der Anästhesist da ist und ich ne PDA krieg. - Ja, sie lässt ihn rufen. Gedauert hat es 2 Stunden, da ein Notfall dazwischenkam. Bin aber um 5:00 uhr aus der Wanne raus, weil ich keine Schwimmhäute kriegen wollte.
Anästhesist da, PDA rein und nach 10 Minuten war ich wieder in meinem Lummerland und alles war gut. Gegen 11:00 Uhr kam die Hebamme und hing mich an den Wehentropf um die Geburt wieder in Gang zu bringen. Stefan und Franzi gingen Frühstücken. Dann war es plötzlich 13:00 Uhr und ich spürte einen unglaublichen Druck nach unten und hatte das Bedürfnis zu pressen. Die Hebamme kam wieder und ich ging durchs Zimmer, machte Entspannungsübungen vor der Kommode und im Vier-Füßler-Stand. Dadurch kam ich ganz schön ins Schwitzen und ich wollte wieder in mein Bett. Das ging dann noch ne Weile so mit Presswehen und irgendwann sagte die Hebamme, sie könne den Kopf schon sehen, und wenn ich in der nächsten Wehe 3 mal mitschieben würde, wäre er draußen. und so war es auch. mit der letzten Wehe kam dann Elias direkt in Stefans Hände. Die Hebamme nahm ihm das Kind ab, wickelte ihn in ein Tuch und ich bekam ihn auf die Brust gelegt. Komischerweise hatte ich keine Schmerzen, war nicht müde oder erschöpft, nur froh, dass Elias endlich da war.
Im nachhinein muss ich sagen, dass ich ständig den Geruch einer Zitrone in der Nase hatte und sie auch vor mir sehen konnte. Liegt wohl an der einen Übung, die wir gemacht haben.
Alles in allem haben wir 40 Stunden für unsere wundervolle und unglaublich ruhige Geburt gebraucht, ich hatte keine Angst und die Schmerzen waren auch erträglich!