Geburtsbericht Kira Luna

geboren am 14.11.2011, 3.540g und 52cm

Liebe Steffi,

so, die ersten drei Wochen sind fast schon vorbei...
vielen Dank für die Glückwünsche- und das Rezept, ich bin echt froh, dass wir es dann doch gar nicht gebraucht haben.
Und natürlich: Ganz ganz herzlichen Dank dafür, dass es dich gibt und wir dich kennenlernen durften :-)
Und dafür, dass du Hypnobirthing weitervermittelst!
Dank der Vorbereitung konnte ich trotz der zwei Fehlgeburten wieder Vertrauen in meinen Körper aufbauen und nahezu angstfrei in die Geburt gehen. (Angst hatte ich nur vor unnötigen Eingriffen und den Ärzten im Krankenhaus, aber nicht vor der Geburt an sich.)

Ein bisschen nachgeholfen hab ich allerdings doch: am Samstag abend hab ich ein Senfmehlfußbad gemacht, und Sonntag früh hatte ich dann die ersten regelmäßigen Wellen...
Tagsüber wurde es nach einem Spaziergang + Wannenbad dann stärker und die Abstände kürzer.
Kurz nach Mitternacht sind wir in die Klinik gefahren, da war der Muttermund auch schon bei 6-7 cm, und um 6.15 ist sie dann geschlüpft. Sie hatte die Nabelschnur um Schulter und Hüfte gewickelt, und kam deswegen nicht so richtig vorwärts, das hat die Presswehenphase um etwa 1 Stunde verzögert.
Genau in der Nacht waren alle Kreißsäle belegt, und wir mussten uns in einem Wehenzimmer häuslich einrichten. Unsere Hebi ist zum Glück Meisterin im Improvisieren ;-) Wir waren dann tatsächlich die ganze Zeit über nur zu dritt und hatten unsere Ruhe, erst ganz zum Schluss kam eine Ärztin dazu (die, wie ich heute dann von der Hebi erfahren habe, zu unserer Geburtswunschliste meinte:
"Na so ein Scheiß- und das auch noch Sonntag nachts..." Dabei wollten wir doch "nur" eine natürliche Geburt, und dass sie uns in Ruhe lassen...)
Die ganze Zeit über war ich ziemlich ruhig und hab einfach auf mich zukommen lassen, was da passierte.
Die entspannte Haltung hab ich denk ich vor allem auch den Entspannungsübungen und Affirmationen zu verdanken.
In der Eröffnungsphase konnte ich die HypnoBirthing-Atemtechniken noch gut anwenden, aber die Geburtsphase hat mich dann doch etwas überrollt in ihrer Intensität, da war an Ruhe und Entspannung nicht mehr zu denken und ich konnte einfach nicht anders, als mitzupressen und laut zu stöhnen bzw. zu schreien, weil es doch ganz schön wehgetan hat. Aber es war befreiend, laut zu sein, weiß nicht, ob ich mich das daheim im Mietshaus getraut hätte :-) Der Schmerz war auf jeden Fall auch auszuhalten, halt einfach anders als alles bisherige.

Ganz liebe Grüße,
Verena